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Netzwerk Bildungswissenschaften

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Übergreifende Ziele des Projekts Netzwerk Bildungswissenschaften

Etablierung des Fachs Bildungswissenschaften

Mit dem Projekt „Netzwerk Bildungswissenschaften“ soll die Umsetzung der Lehrerbildungsreform nachhaltig unterstützt werden. Die beteiligten Hochschulen entwickeln dabei gemeinsam ein qualitativ optimiertes Lehrangebot auf Basis der erheblich erweiterten Studieninhalte. Dabei sollen Lehr-Lern-Szenarien erprobt werden, welche den sinnvollen Einsatz neuer Lehr-Lern-Technologien ermöglichen. Unnötige Parallelentwicklungen in einzelnen Themenbereichen werden dabei vermieden.

Durch Einhaltung vereinbarter Standards hinsichtlich der Veranstaltungsinhalte, ihres Anspruchs und ihrer Methodik soll die Qualität des Angebots für die Studierenden transparent gemacht werden. Überdies soll die gegenseitige Anerkennung von Studienleistung gewährleistet werden.

Entwicklung von Kooperationsformen

Unter Einbeziehung von Elementen des E-Learning und des Fernstudiums sowie spezifischer Tutorienkonzepten im Präsenzbereich sollen Kooperationsformen entwickelt werden, die hochwertige Lehrangebote über die jeweilige Universität hinaus für Lehramtsstudierende in Rheinland-Pfalz zugänglich machen.

Erschließung didaktischer Ansätze

Verschiedene didaktische Konzepte (z.B. Kompetenzentwicklungsansatz, Ansätze der Erwachsenenpädagogik, mediendidaktische Ansätze) sollen im Hinblick auf ihre genuine Eignung im bildungswissenschaftlichen Professionalisierungsprozess systematisch reflektiert werden.

Dabei soll der Frage nachgegangen werden, welche Potentiale diese zur qualitativen Weiterentwicklung der Lehrerbildung in webbasierten Lernprozessen besitzen. Insbesondere soll erprobt werden, wie gut sie sich mit den vorhandenen didaktischen Konzepten zur Entwicklung professioneller Handlungsfähigkeit im Lehrerberuf verknüpfen lassen.

Distribution auf Basis verbindlicher Mindeststandards

Durch die Etablierung verbindlicher Mindeststandards wird der Austausch von Lehrangeboten oder Angebotsteilen zwischen den einzelnen Hochschulen vereinfacht. Bei der Umsetzung der Bildungswissenschaften als neu angelegtes Studienfach stellt sich ohnehin die Frage nach einer Konkretisierung der curricularen Standards. Hierzu können beispielsweise bestehende Lehrveranstaltungsbeschreibungen genutzt werden, welche die wichtigsten Ziele, Inhalte, Begriffe, Quellen sowie die erwarteten Kompetenzen definieren. Dabei geht es nicht darum, die Kreativität und Freiheit der wissenschaftlichen Lehre einzuschränken. Vielmehr sollen Studierende in die Lage versetzt werden, ihr Studium auf der Basis transparenter, detaillierter sowie kompetenzbezogener Beschreibungen besser planen zu können. Lehrerbildende Hochschulen können gleichzeitig in einem diskursiven Prozess die Mindestanforderungen konkretisieren, die das erfolgreiche Absolvieren des Studiums der Bildungswissenschaften ermöglichen.

Steigerung der Effektivität der Lehre

Die Reform der Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz beginnt mit der Etablierung des Fachs „Bildungswissenschaften“. Diese kann nur auf Basis erheblicher konzeptioneller, personeller und struktureller Anstrengungen erfolgreich gestaltet werden. Die zu erwartenden finanziellen Belastungen, welche sich daraus ergeben, müssen auf ein akzeptables Maß reduziert werden. Dies kann gelingen, indem man das an allen Hochschulen des Landes vorhandene Potential zur Effektivitätssteigerung in der Lehre gebündelt und arbeitsteilig nutzt. Digitale Medien können hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten, da diese prinzipiell skalierbar sind hinsichtlich der Qualifizierungsangebote und hinsichtlich der Anpassbarkeit der Inhalte an neue Entwicklungen, neue Zielgruppen und Bedarfe. Die Entwicklung und Implementierung standortübergreifender Angebote zu Modulen und Themen des bildungswissenschaftlichen Angebots mit Bezug auf den Stand der Lehrerbildungsreform in Rheinland-Pfalz soll ein wesentliches Element dieser Strategie sein.

Dabei soll jedoch nicht übersehen werden, dass Lehr-Lern-Prozesse trotz des intensivierten technischen Einsatzes immer auch einen sozialen Charakter haben. Es geht deshalb nicht nur darum, Inhalte zu kopieren und in digitalisierter Form zu distribuieren. Vielmehr werden digitale Medien als differenziertes Instrument zur Realisierung der umfassenden Reform der Lehrerbildung verstanden. Durch das Projekt „Netzwerk Bildungswissenschaften“ werden Studierenden als auch Lehrende befähigt, digitale Medien nicht nur effektiver, sondern auch reflektierter zu nutzen.

Erfolgreiches und nachhaltiges E-Learning

Die Anfänge des E-Learning waren stark geprägt von der Euphorie der technischen Verfügbarkeit und Machbarkeit. Schnell stellte sich Ernüchterung ein, da die entwickelten Lehr-Lernsysteme nicht wie erwartet akzeptiert und genutzt wurden. Die eigentlichen Bedürfnisse der Nutzer wurden oft außer Acht gelassen. Das groß angelegte Förderprogramm „Neue Medien in der Bildung“ gab der Entwicklung digitaler Medien zwar einen entscheidenden Impuls und führte zur Entwicklung eines umfangreichen Angebots an digitalem Content. Der Großteil der geförderten Projekte zielte jedoch zu einseitig auf die Erstellung spezifischer Inhalte bzw. deren Transformation auf ein interaktives Medium ab.

Aus diesem Grund sollen neben technischen Anforderungen vor allem auch Nutzungsaspekte bei der Systemgestaltung angemessen berücksichtigt werden. Ohne dieses grundlegende Verständnis und ohne verbindliche Qualitätsstandards wird die Entwicklung digitaler Inhalte in der wissenschaftlichen Lehre nicht vereinfacht werden, sondern verursacht zusätzlichen Aufwand. In der Projektgruppe werden deshalb die spezifischen Nutzungskontexte und Nutzungsanforderungen berücksichtigt, um bei der Gestaltung der technischen Infrastruktur geeignete Kompromisse zu finden. Die verschiedenen Zielgruppen profitieren dadurch von einem verbesserten Zugriff auf Inhalte, Aufgaben und Medien sowie deren barrierefreien Bereitstellung.

Integrierte Aus- und Weiterbildung

Das zu entwickelnde Lehrangebot soll sowohl von grundständig Studierenden als auch von ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern genutzt werden können. Hierzu soll in Zusammenarbeit mit Fort- und Weiterbildungsinstitutionen (insbesondere dem Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung, IFB) eine nachhaltige Zusammenarbeit aufgebaut werden. Diese Zusammenarbeit hat das Ziel, die starre Trennung zwischen universitärer Grundausbildung und nachfolgender Weiterbildung aufzuheben. Entsprechende Gespräche wurden bereits mit dem IFB in Speyer geführt.

Im Idealfall kann dadurch der Austausch zwischen erfahrenen Pädagogen und Studierenden intensiviert und für eine praxisnahe Vorbereitung auf den Schuldienst genutzt werden.

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Zuletzt geändert am 23.04.2007 00:12 Uhr